Frottier
- auch Frottierstoff, Frottiergewebe oder Web-Frottierware genannt - darf nicht mit Frotté (Frottee, Kräuselstoff, Noppenstoff) verwechselt werden. Während Frottier ein Gewebe mit ein- oder beidseitigen Schlingen und mindestens zwei Kettsystemen (Grundkette und schlingenbildende Florkette) ist, ist Frotté lediglich ein 'normales' Gewebe, das mit Schlingenzwirn (Knotenzwirn, Frottézwirn) gewebt wurde.
Anders ausgedrückt: Bei Frotté entstehen die Schlingen durch die Beschaffenheit des verwendeten Fadens, bei Frottier durch die aufwändigere Webart, weshalb Frottier im Allgemeinen auch wertvoller und teurer ist.
Unterschieden werden Frottiervelours (Schlingen auf einer Gewebeseite aufgeschnitten), Zwirnfrottier (Florketten aus zwirnhaltigen Garnen für kräftigen Griff), Walkfrottier (aus ungezwirnten Garnen, die Feuchtigkeit besser aufsaugen) und weitere. Frottier findet beispielsweise Verwendung für Handtücher, Bademäntel und Bettwäsche.
Um die bei Frottier meist gewünschte Saugfähigkeit zu erhalten, ist bei der Verwendung von Weichspülern Vorsicht geboten. Baumwollfrottier ist in der Regel kochecht gefärbt, Bademäntel und dunkel gefärbte Frottierwaren sollten meist bei max. 60° C gewaschen und ohne Heißluft getrocknet werden.
Siehe auch
'teddywear' (Saunaanzug aus Frottier)
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